Chinesische Kulturgeschichte ganz kurz !
Die Dynastien.
In der chinesischen Tradition gilt die Hjsa von 2200-1750 v.Chr. als die erste chinesische Dynastie. Ihr Begründer sei der gute Yü gewesen, einer dieser weisen Herrscher, ein Himmelssohn also. Als ein solcher beherrscht er nicht, sondern tut selbstlos seine Pflicht. Er umgibt sich mit den besten seines Stammes als Beamte, Minister und Kanzler, zur Erreichung einer himmelsgleichen Harmonie auf Erden.   Übrigens, aus diesem idealisierten Grundgedanken `...die Besten des Volkes als Beamte...`   bezieht das chinesische Berufsbeamtentum bis zum heutigen Tage sein Selbstverständniss und rechtfertigt damit ein oft arrogantes Gehabe dem hilflosen chinesischen Bürger gegenüber. Korruption ist damit fast unvermeidbar,  weil sie als legitimiert gilt.

Die zweite Dynastie, die Shang-Yin, 1766-1066 v.Chr., ist bereits durch Funde und Zeugnisse belegbar. Während dieser Epoche entwickelten sich die Schriftsprache und erste grössere Städte.  In der Umgebung ihrer Hauptstadt Yin, in der heutigen Provinz Shanxi am gelben Fluss, fand und findet man noch heute zahllose Tierknochen und Schildkrötenpanzer mit eingeritzten Inschriften. 
Aber erst die dritte chinesische Dynastie, die Zhou, 1066-221 v.Chr. ist dokumentarisch belegt. Sie wurde von dem weiter westlich, im heutigen Shaanxi siedelnden und stark auf Expansion ausgerichteten Zhou Volk begründet nachdem sie die Shang   Dynastie besiegt hatten. Eine kulturell äußerst fruchtbare Periode. Sie sah die Entwicklung der chinesischen Schrift weitgehend zu ihrer heutigen Form, ein Aufblühen der Literatur, der Künste und der Philosophie und die Geburt des Konfuzianismus und Daoismus. Es ist die Epoche der berühmten `Hundert Schulen` der großen chinesischen Philosophen wie Konfuzius (Kong Fuzi, 551-479 v.Chr.), Laotse (Laozi, ca. 400 v.Chr.) und Menzius (Meng Zi  372-289 v.Chr.), die alle bis heute einen tiefgreifenden Einfluss auf das chinesische Denken haben.

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Der Konfuzianismus.
Qufu in der Province Shandong ist der Geburtsort des großen Weisen Kong Fuzi (lateinisiert: Konfuzius)  551- 497 v.Chr., dessen erheblicher Einfluß auf die chinesische Kultur erst lange nach seinem Tod erkannt wurde. Er litt sehr unter den politischen und gesellschaftlichen Zerfallserscheinungen in der  Epoche der immer schwächer werdenden Herrschaft der Zhou Könige.   Er stellte diesen `unordentlichen` Zuständen einen gesellschaftlichen Moralkodex und eine Staatsethik gegenüber, die auf Menschenliebe, Selbstlosigkeit, Respekt und dem Dienst an der Gemeinschaft gegründet ist. Seine Lehren wurden von seinen Schülern aufgezeichnet, später von vielen chinesischen Herrschern zur Staatsphilosophie erhoben und errangen fast den Status einer Religion.

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Konfuzius 551-458 v.Chr.

Die Zhou erlitt das gleiche Schicksal wie so viele Dynastien nach ihr. Ihre späteren Könige konnten den zunehmenden Machthunger der vielen Teilstaaten, die sich gegenseitig zu erobern suchten, nicht mehr kontrollieren ( Epoche der kämpfenden Staaten 481- 221 v.Chr). Dabei errang der despotische Führer des nördlichen Teilstaates Qin die Vormacht und es gelang ihm die Einigung des Reiches unter der sehr zentralistisch organisierten Qin Dynastie.

Siehe die nächste Seite über den ersten Chinesischen Kaiser und die Qin Dynastie, von der sich auch der Begriff China ableitet.

 
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